In den letzten Jahrzehnten hat der Markt für Goebel-Figuren Schwankungen und Preiseinbrüche erlebt. Die aktuellen Markttrends deuten aber darauf hin, dass wirklich rare Exemplare bei Auktionen immer noch beeindruckende Preise erzielen können.
Im Folgenden stellen wir dir die 10 wertvollsten Goebel-Figuren inklusive Artikelnummer vor. Bei den hier aufgeführten Porzellan-Miniaturen handelt es sich größtenteils um besonders seltene und oftmals limitierte Ausgaben. Damit du einfacher den Wert der Goebel-Figuren ermitteln kannst, haben wir der Übersicht halber die größten Raritäten zu einer Liste zusammengefasst.
„Apfelbaum-Mädchen“ und „Apfelbaum-Junge“, Nr. 141 & Nr. 142 – bis zu 24.500 Euro
Zu den teuersten Ausgaben gehören die frühen Entwürfe des „Apfelbaum-Jungen“ und des „Apfelbaum-Mädchens“. Diese Kompositionen, die gelegentlich als zusammengehöriges Set verkauft werden, bringen in der kleineren Version für gewöhnlich dreistellige Beträge ein. Die großen Varianten, die mit „141/X“ und „142/X“ gekennzeichnet sind, können Experten zufolge bis zu 24.500 Euro wert sein.
„Abenteuerlust“, Nr. 347 – 5.500–8.300 Euro
Besonders beliebt bei Sammlern sind Stücke mit mehreren Figuren, vielleicht weil solche Designs komplexer sind und daher mehr Geschick erfordern. Die „Abenteuerlust“-Figurengruppen gehören zu den gefragtesten Reihen. Je nach Herstellungsjahr und mit dem entsprechenden Goebel-Porzellan-Stempel können diese Werke zwischen 5.500 und 8.300 Euro einbringen.
Internationale Figuren, Nr. 800–900 – 1.000–3.400 Euro
Ein weiterer Sammler-Favorit ist die internationale Figurenserie, die in den 1940er-Jahren eingeführt wurde. Diese Modelle zeigen die ikonische Goebel-Figur in traditionellen Gewändern verschiedener Nationalitäten, darunter Serbien, Ungarn und die ehemalige Tschechoslowakei. Sie gehören mit Preisen zwischen 1.000 und 3.400 Euro zu den teuersten auf dem Markt.
„Meisterfotograf“, Nr. 2100 – bis zu 3.200 Euro
Modelliert vom Bildhauermeister Helmut Fischer im Jahr 2000, wurde diese aus mehreren Figuren bestehende Zusammenstellung ursprünglich für Hummel-Club-Mitglieder entworfen. Das gute Stück ist auf einem Holzsockel angebracht und hat eine Porzellanplakette. Diese fortlaufend nummerierte, weltweit auf 2.500 Stück limitierte Arbeit kann bis zu 3.200 kosten.
„Schuljungen“ und „Schulmädchen“, Nr. 170/III & Nr. 177/III – bis zu 3.000 Euro
Die Figuren-Ensembles „Schuljungen“ und „Schulmädchen“ bestehen aus 2 × 3 Figuren, die mit Schulranzen auf dem Rücken beieinanderstehen. Während die Jungen versuchen, gemeinsam eine Matheaufgabe zu lösen, schauen zwei der Mädchen dem dritten beim Stricken zu. Dieses Szenenbild wechselt für bis zu 3.000 Euro den Besitzer.
„Ringelreihen“, Nr. 348 – bis zu 3.000 Euro
Das im Jahr 1957 von Meister-Modelleur Gerhard Skrobek entworfene „Ringelreihen“ gilt als Inbegriff einer glücklichen Kindheit – ganz im Sinne von Schwester Maria Innocentia. Bis heute ist diese Sammeldarstellung tanzender Kinder ein absoluter Klassiker im Goebel-Universum. Je nach Alter und Zustand lassen sich mit dem Verkauf bis zu 3.000 Euro erzielen.
„Schwanenkinder“, Nr. 2255 – bis zu 2.500 Euro
Dieses mit einer Keramikplakette versehene Stück zeigt zwei Kinder mit Schwänen, darunter ein Schild mit der Aufschrift „Füttern verboten!“. Weist das Exemplar keinerlei Risse, Brüche oder Reparaturen auf, kann der Verkauf an Liebhaber gute 2.500 Euro einbringen.
„Schäferbub“, Nr. 64/III – bis zu 1.850 Euro
Ein Evergreen im Goebel-Sortiment ist der sogenannte „Schäferbub“. Hierbei handelt es sich um ein zweiteiliges Figuren-Set, bestehend aus einem kleinen Schäferjungen, der ein Lämmchen in den Armen hält, und einem frei beweglichen Schäfchen. Liebhaber zahlen bis zu 1.850 Euro für ein gut erhaltenes Exemplar.
„Geborgener Junge“ und „Geborgenes Mädchen“, Nr. 152/A/II & Nr. 152/B/II – bis zu 1.600 Euro
Diese beiden Figuren wurden von Arthur Möller im Jahr 1949 entworfen und sind eines der beliebtesten Motive unter Kennern: Dargestellt sind ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen, die sich unter einem großen Regenschirm vor Wind und Wetter schützen. Gerne werden diese frei stehenden Figuren als Paar erstanden, einzeln können sie bis zu 1.600 Euro einbringen.
„Fahrt in die Weihnacht“, Nr. 396/III – bis zu 1.400 Euro
Gerhard Skrobek kreierte 1991 diesen Dauerbrenner der Goebel-Kunst. Wegen seiner Beliebtheit wurde „Fahrt in die Weihnacht“ in vier verschiedenen Größen herausgegeben. Der kleine Junge, der mitsamt einer Weihnachtstanne auf einem Schlitten sitzt, kann Freunden der Porzellan-Kunst bis zu 1.400 Euro wert sein.