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Gebrauchte Kinderkleidung verkaufen: So gehst du es an

Zuletzt aktualisiert am: 28.09.2026 von Kleinanzeigen

Kinder wachsen schnell. Und fast ebenso schnell stapeln sich Kleidungsstücke, aus welchen dein Kind schon lang herausgewachsen ist. Doch wohin damit? Mit geringem Aufwand kannst du gebrauchte Kinderkleidung zu einem guten Preis verkaufen, z.B. auf dem Flohmarkt oder online über Second-Hand-Portale. Wir geben dir handfeste Tipps, wie du perfekte Fotos von der Kleidung machst, den besten Verkaufspreis findest und vergleichen verschiedene Verkaufsoptionen miteinander.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Online inserieren ist einfach und kostenlos: Du bestimmst den Preis selbst und erreichst Käufer in der Nähe und deutschlandweit.
  • Achte bei Fotos auf einen neutralen Hintergrund und zeige Etiketten bei Markenkleidung
  • Wasche und bügle die Kleidung vor dem Foto
  • Bündle mehrere Teile der gleichen Größe, um schneller zu verkaufen
  • Beschreibe Mängel ehrlich: Das stärkt das Vertrauen der Käufer und vermeidet mögliche schlechte Bewertungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Wo kann ich Kinderkleidung gebraucht verkaufen?
  2. Wo verkaufe ich gebrauchte Kinderkleidung am besten?
  3. Tipps: Wie verkaufe ich gebrauchte Kinderkleidung am besten?
  4. Was lässt sich gut verkaufen, und was lieber spenden?
  5. Häufige Fragen
  6. Gebrauchte Kinderkleidung verkaufen lohnt sich

Wo kann ich Kinderkleidung gebraucht verkaufen?

Du hast 3 Möglichkeiten: selbst inserieren (zum Beispiel auf Kleinanzeigen), auf einem Flohmarkt verkaufen, oder Kleidung direkt an einen Ankauf-Service abgeben.

VerkaufswegAufwandKostenReichweiteTypischer Erlös

Online-Inserat (z.B. Kleinanzeigen)

Niedrig

Kostenlos

Lokal oder national

Gut

Soziale Netzwerke / lokale Gruppen

Niedrig

Kostenlos

Lokal oder national

Gut

Spezialisierte Kinder-Secondhand-Plattformen

Mittel

Gebühren je nach Plattform

Nischenpublikum

Mittel

Flohmarkt

Hoch

Standgebühr

Lokal oder national

Mittel

Ankauf-Service

Sehr niedrig

Keine

Kein Eigenaufwand

Gering

Online-Ankauf-Service

Sehr niedrig

Keine

Kein Eigenaufwand

Gering

  • Mit "lokal" meinen wir: Käufer in deiner Stadt oder Region, die die Kleidung persönlich abholen. Wer lieber lokal verkauft, hat diese Optionen:
  • Lokales Inserat auf Kleinanzeigen mit dem Filter "Nur Abholung" (Abholer in der Nähe)
  • Lokale Facebook-Gruppen für Kindersachen oder Nachbarschaft
  • Kinderkleider-Flohmarkt in deiner Stadt (Stand mieten, persönlicher Kontakt)

Wer gar keinen Aufwand möchte, kann Kleidung bei einem Ankauf-Service (Geschäfte oder Online-Dienste, die gebrauchte Kleidung direkt ankaufen) abgeben, bekommt dort aber in der Regel nur einen kleinen Teil des Wiederverkaufswerts.

Wo verkaufe ich gebrauchte Kinderkleidung am besten?

Kleinanzeigen ist kostenlos und hat eine große Reichweite. Du erreichst damit Käufer in deiner Nähe und deutschlandweit, kannst Preis und Beschreibung selbst bestimmen und zahlst keine Gebühren. Kleinanzeigen eignet sich für einzelne Teile genauso wie für Pakete nach Größe oder Saison, und mit dem Filter "Nur Abholung" findest du schnell jemanden in der Nähe und sparst dir den Versand.

Vinted und spezialisierte Plattformen wie maedchenflohmarkt.de oder Rebelle haben eine aktive Community von Käufern, die gezielt nach Kinderkleidung secondhand suchen. Für Verkäufer fallen dort in der Regel keine Verkaufsgebühren an. Schau aber vor dem Inserieren lieber noch einmal in die AGB, denn diese können sich ändern. Diese Plattformen lohnen sich besonders für Markenkleidung in gutem Zustand, weil viele Käufer dort bereit sind, mehr für bekannte Labels zu zahlen.

Keine Plattform im eigentlichen Sinne, aber praktisch für lokale Verkäufe: Über lokale Gruppen in sozialen Netzwerken (zum Beispiel Facebook-Gruppen für deinen Ort oder nebenan.de) kannst du ebenfalls kostenlos inserieren und findest oft schnell jemanden in der Nähe für eine Abholung. Der Nachteil: Die Reichweite ist kleiner und du musst Anfragen selbst verwalten.

Bei Ankauf-Services ist der Aufwand am geringsten. Der Erlös ist aber deutlich niedriger, weil der Anbieter selbst noch verdienen möchte. Diese Option lohnt sich vor allem dann, wenn du viele Teile auf einmal loswerden möchtest und keinen Aufwand mit Einzelverkäufen haben willst.

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Tipps: Wie verkaufe ich gebrauchte Kinderkleidung am besten?

Damit du einen guten Preis bekommst und dein Angebot schnell verkauft wird, kommt es auf die Qualität der Fotos, einen angemessenen Preis, den Zustand und eine ehrliche Beschreibung an.

  • Fotos: Neutraler Hintergrund, gutes Licht, Etiketten zeigen
  • Preis: Zustand als Ausgangspunkt, aktuelle Inserate als Orientierung
  • Waschen und bügeln: Frisch gewaschen und gebügelt wirkt gepflegt und erzielt mehr
  • Bündeln: Mehrere Teile gleicher Größe als Paket verkaufen sich schneller
  • Mängel: Ehrlich beschreiben stärkt Vertrauen und vermeidet schlechte Bewertungen

Fotos

Ohne Foto geht im Onlinehandel nichts. Am besten machst du gleich mehrere Bilder von der gebrauchten Kinderkleidung. Details wie Reißverschlüsse, Knöpfe und Abnäher sind wichtig. Kleine Kinder krabbeln, klettern und spielen gern, also zeige besonders beanspruchte Stellen wie Kniepartie und Ärmelnähte. Und bei hochwertiger Markenkleidung sind Fotos des Etiketts eine gute Idee.

Für die Wahl des Hintergrunds der Fotos gilt die Devise: je weniger, desto besser. Lege das geblümte Sommerkleid oder die teure Markenjeans daher lieber nicht auf den geerbten Orientteppich, auch wenn das Muster wirklich toll aussieht. Sorge also besser für einen neutralen und möglichst hellen Hintergrund. Ein schlichtes Bettlaken, natürlich gebügelt, leistet hier hervorragende Dienste.

Preis

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Hast du ein halbes Vermögen für den roten Marienkäfer-Sonnenhut oder die wattierte Skijacke gezahlt? Auch wenn es dir schwer fällt: Du wirst gegenüber dem Neupreis deutlich runtergehen müssen. Um einen guten Preis zu finden, schaust du am besten, was andere Verkäufer aktuell für ähnliche Kleidungsstücke verlangen. Dann stellt sich noch die Frage: Möchtest du alles ganz schnell loswerden? Dann sei günstiger als die anderen. Sollen deine Kleidungsstücke einen möglichst hohen Preis erzielen? Setz den Preis in diesem Fall etwas höher an und schau, ob sich dann noch jemand für deine Sachen interessiert. Gibt es kaum vergleichbare Angebote, kannst du meist mehr verlangen.

Als Orientierungshilfe für die Preisfindung kannst du den Zustand in 3 Stufen einteilen:

  • Wie neu: kaum oder nie getragen, keine Gebrauchsspuren. Hier kannst du einen höheren Preis ansetzen, besonders bei Marken- oder Outdoorkleidung
  • Gut: sichtbar getragen, aber kein Schaden. Für den täglichen Gebrauch voll verwendbar. Preislich leicht unter "wie neu"
  • Sichtbarer Gebrauch: Waschspuren, kleine Flecken, leichte Verformung. Nur als Paket oder zu einem niedrigen Preis sinnvoll

Prüfe vor dem Inserieren aktuelle ähnliche Anzeigen auf Kleinanzeigen, um ein Gefühl für die üblichen Preise in deiner Region zu bekommen. Such nach Marke und Größe, zum Beispiel "Nike Jacke 98", und schau dir an, was aktuell inseriert wird.

Waschen & Bügeln

Du bügelst gern? Umso besser. Kleider, Shirts und Hosen sehen auf Fotos besser aus, wenn sie frisch gebügelt sind. Socken, Jacken und Schuhe brauchen kein Bügeln. Und klar, der Tomatensaucen-Fleck macht sich nicht gut. Frisch gewaschen sollten die gebrauchten Anziehsachen für Kinder ebenfalls sein. Wenn etwas gepflegt aussieht, ist es viel ansehnlicher als schmuddelig und im Knitter-Look. Auch bei abgelegter Kinderkleidung bestimmt die Attraktivität den Preis.

Bündeln

Ein einzelnes Paar Socken zu verkaufen, ergibt in der Regel keinen Sinn. Du erhöhst insgesamt deine Verkaufschancen, wenn du Kindersachen oder Babykleidung nicht einzeln verkaufst, sondern sie stattdessen bündelst. Sortiert nach Saison, Geschlecht und Größe, vielleicht sogar nach Anlass, machst du es potenziellen Käufern einfach und sparst ihnen viel Zeit. Zwei wunderbare Argumente, sich für genau dein Angebot zu entscheiden. Ein Paket aus 3 bis 5 Teilen der gleichen Größe, zum Beispiel Hosen und Shirts in Größe 86, verkauft sich schneller als Einzelteile. Apropos Babykleidung: Welche Preise du als Verkäufer für gebrauchte Babysachen verlangen kannst, verraten wir dir in unserem Artikel mit praktischen Tipps zum Verkauf von gebrauchter Babykleidung.

Mängel

Geht es um Mängel, gibt es eine einfache Regel: Sei ehrlich! Immer! Das vermeidet Enttäuschungen auf Käuferseite, erspart dir schlechte Bewertungen und fühlt sich auch ganz einfach besser an. Wenn es Haustiere in deinem Haushalt gibt, das Lieblingskleid einen Riss am Saum oder die teure Kaschmirjacke einen Mottenbiss hat, solltest du darauf hinweisen. Bausche einen Makel nicht mehr als nötig auf, aber benenne ihn möglichst klar.

Was lässt sich gut verkaufen, und was lieber spenden?

Eine einfache Faustregel: Wenn du das Stück einem anderen Kind ohne Zögern anziehen würdest, ist es gut genug zum Verkaufen. Outdoor- und Funktionskleidung wie Regenjacken, Schneeanzüge und wetterfeste Hosen erzielt meist gute Preise, besonders bei bekannten Marken. Festliche Outfits, die kaum getragen wurden, verkaufen sich ebenfalls gut. Einzelne Socken, Unterwäsche oder stark abgenutzte Alltagsstücke lassen sich kaum als Einzelartikel verkaufen: Bündle sie oder gib sie weiter. Speziell für Babykleidung haben wir einen eigenen Artikel mit Preis-Tipps: Wie viel bekommt man für gebrauchte Babykleidung?

Wenn das Kleidungsstück sauber und noch tragbar ist, du es aber nicht verkaufen möchtest, ist Spenden eine gute Option. Viele Organisationen nehmen gut erhaltene Kindersachen an, darunter lokale Kleiderkammern, DRK, AWO, Caritas und Johanniter. Eine kurze Suche nach "Kleiderkammer" und deiner Stadt zeigt, was es in der Nähe gibt.

Häufige Fragen

Der Erlös hängt von Marke, Zustand und Größe ab. Markenkleidung in gutem Zustand erzielt deutlich mehr als No-Name-Sachen. Als Orientierung: Schau dir aktuelle Inserate auf Kleinanzeigen für ähnliche Artikel an, das gibt dir ein gutes Gefühl für den angemessenen Preis.

Private Gelegenheitsverkäufe von gebrauchten Sachen sind in der Regel steuerfrei, solange du keine gewerbliche Absicht hast. Plattformen wie Kleinanzeigen sind gesetzlich verpflichtet, Verkäufer zu melden, wenn du mehr als 30 Verkäufe oder mehr als 2.000 Euro Erlöse im Jahr erzielst. Wer gelegentlich Kindersachen verkauft, liegt in der Regel weit darunter. Hinweis: Diese Information ist eine allgemeine Orientierung, kein Steuerrat. Für deine konkrete Situation wende dich an einen Steuerberater oder direkt an das Bundeszentralamt für Steuern.

Für lokale Verkäufe eignen sich Inserate auf Kleinanzeigen mit dem Filter "Nur Abholung", lokale Gruppen in sozialen Netzwerken (z.B. Facebook-Gruppen, nebenan.de) sowie Flohmärkte für Kinderkleidung in deiner Stadt.

Eine gute Anzeige braucht mehrere aussagekräftige Fotos (neutraler Hintergrund, Etiketten bei Markenkleidung zeigen), eine ehrliche Beschreibung von Größe, Zustand und Marke sowie einen realistischen Preis. Tipp: Schreib Größe und Marke in den Titel, das erhöht die Chance, dass dein Inserat gefunden wird.

Beispiel-Anzeige: "Nike Winterjacke Gr. 98, kaum getragen, sehr guter Zustand. Kein Fleck, kein Riss. Neupreis 79 Euro, VB 25 Euro. Nur Abholung, Nichtraucherhaushalt."

Timing spielt eine Rolle. Winterjacken, Schneeanzüge und wärmende Lagen inserierst du am besten von August bis Oktober, wenn Eltern die nächste Größe für die kalte Saison suchen. Sommersachen laufen gut von März bis Mai. Festliche Outfits (Weihnachten, Ostern, Kommunion) verkaufst du am besten 4 bis 6 Wochen vor dem Anlass. Warte nicht bis mitten in der Saison: Bis dein Inserat gefunden und der Kauf abgewickelt ist, vergeht Zeit.

Kinderkleidung-Größen stimmen oft nicht genau mit dem Alter überein, weil Kinder unterschiedlich schnell wachsen. Als grobe Orientierung:
Fehlt das Etikett, kannst du das Kleidungsstück ausmessen: Körperlänge für Strampler und Bodys, Bund und Innenbeinlänge für Hosen. Diese Angabe in der Anzeige erspart dir zeitraubende Rückfragen.

Ja, fast immer. Frisch gewaschene und gebügelte Kleidung sieht auf Fotos besser aus und hinterlässt einen gepflegten Eindruck, der Vertrauen schafft. Kleine Mühe, spürbare Wirkung beim Erlös. Einzige Ausnahme: wenn ein Stück trotz Waschen dauerhaft fleckig oder beschädigt ist, dann beschreibe den Mangel ehrlich in der Anzeige, statt ihn zu verbergen.

Gebrauchte Kinderkleidung verkaufen lohnt sich

Getragene Kinderkleidung zu verkaufen lohnt sich: Du machst Platz, bekommst Geld dafür, und die Kleidung bekommt ein zweites Leben statt ungenutzt im Schrank zu liegen. Laut einer Studie der Universität Utrecht hat Secondhand-Kleidung pro Nutzung bis zu 42 % geringere Klimaauswirkungen und 42 % niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zu neu produzierter Kleidung (Klooster et al., 2024, Journal of Circular Economy, DOI 10.55845/ZZUG7076).

Der einfachste Einstieg: Such dir die nächste Größe heraus, die dein Kind bald nicht mehr tragen wird, mach ein paar Fotos bei gutem Licht und stelle eine Anzeige auf Kleinanzeigen ein. Für Markenkleidung in gutem Zustand lohnt sich ein Blick auf ähnliche aktive Anzeigen, um den Preis realistisch anzusetzen. Wer mehrere Teile hat, kann sie als Paket nach Größe oder Saison bündeln, was Zeit für beide Seiten spart und erhöht die Verkaufschance.

Übrigens, wenn du noch mehr zum Thema Kaufen und Verkaufen von Secondhand-Kleidung erfahren möchtest, findest du im Kleinanzeigen Magazin viele nützliche Infos und Tipps. Vielleicht möchtest du selbst gern gebrauchte Kinderkleidung kaufen? Wissenswertes und Anregungen, was du mit gebrauchter Kleidung machen kannst, findest du in unserem Artikel zu Hemd-Upcycling. Wir verraten dir zudem, wie du den perfekten Mustertext für deinen Privatverkauf schreibst.