Akku prüfen: So erkennst du den Zustand
Prüfe den Akku äußerlich auf Kratzer, Dellen oder Rostspuren. Er sollte sauber und unverändert sein. Jede Spur von Öffnen oder Selbstreparatur ist ein Ausschlusskriterium, da das die Brandgefahr erhöht.
Frage nach den Lagerbedingungen: Ein Akku, der den Winter über draußen gestanden hat, kann Kapazität verloren haben. Trockene, frostgeschützte Lagerung ist ideal.
Akkukapazität und Ladezyklen lassen sich nur per Werkstatt-Diagnose messen. Im Schnitt hält ein Akku 700 bis 1.000 Ladezyklen. Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind robuster als ältere Nickel-Cadmium-Modelle.
Verschleißzeichen erkennen
- Rahmen: Kleine Lackschäden sind normale Gebrauchsspuren. Große Beulen, Nachlackierungen oder Schweißspuren sind Warnsignale.
- Kette: Sollte alle 2.000 km getauscht werden. Prüfe, ob sie durchhängt, und frag nach dem Alter. Eine verschlissene Kette kann die Zahnkränze beschädigen.
- Schaltung: Alle Gänge sollten sich bei der Probefahrt sauber schalten lassen. Schwergängige oder hakende Gänge deuten auf Verschleiß hin.
- Display: Empfindliches Bauteil. Stürze oder Schläge können es dauerhaft beschädigen. Prüfe Lesbarkeit und alle Funktionen vor dem Kauf.
Kilometerstand: Wann ist ein gebrauchtes E-Bike noch gut?
Als Faustregel gilt: Ein E-Bike-Motor hält bei guter Wartung mindestens 10.000 km. Unter 8.000 km ist ein guter Richtwert für den Kauf. 5.000 km sind vertretbar, wenn das Bike gepflegt ist und der Preis stimmt. Überlege, wie viele Kilometer du monatlich fährst, und ob das Preis-Nutzungsdauer-Verhältnis aufgeht.
Diebstahl ausschließen: Kaufnachweis und Rahmennummer prüfen
Lass dir den Kaufnachweis zeigen, am besten das Original, mindestens eine Kopie. Manche Bikes haben auch einen Fahrradpass mit Modell und Rahmennummer. Diesen gibt es nur beim Erstkauf über einen autorisierten Händler.
Seriöse Hersteller vergeben individuelle Rahmennummern. Damit kannst du prüfen, ob das Rad auf eine andere Person registriert ist als auf den Verkäufer.