So findest du eine wasserdichte Regenjacke

28.08.2023 | von Kleinanzeigen

Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Welche Regenjacke ist wirklich dicht?
  2. 2Unterschied wasserdicht und wasserabweisend
  3. 3Wie hoch muss die Wassersäule bei Regenjacken sein?
  4. 4Was ist eigentlich Gore-Tex?
  5. 5Wie sollte eine Regenjacke sitzen?
  6. 62 Lagen, 2,5 Lagen oder 3 Lagen?
  7. 7Regenjacken secondhand?
  8. 8Fazit

Dieser Artikel wurde im August 2023 gründlich aktualisiert und verbessert. Im Zuge dessen wurden auch alle Daten und Statistiken auf den neuesten Stand gebracht.

Du bist auf der Suche nach einer neuen Regenjacke? Und sie sollte wirklich wasserdicht sein? Letzteres ist leider gar nicht so selbstverständlich, wie man meint – denn längst nicht alle Regen- und andere Outdoorjacken halten, was sie versprechen.

Aber bevor du dich jetzt daran machst, gute Regenjacken zu recherchieren und die Onlineplattformen abzusuchen: Spare dir die Zeit und lies vorab unseren kleinen Leitfaden. Hier haben wir für dich zusammengestellt, auf welche Merkmale es ankommt: Wie erkennst du, ob eine Regenjacke wasserdicht ist? Welche Rolle spielt die Atmungsaktivität? Und was sagt die Wassersäule aus?

Welche Regenjacke ist wirklich dicht?

Das Einfache zuerst: Wichtig ist, dass die Jacke explizit als „wasserdicht“ ausgewiesen ist, damit sie einem Wolkenbruch oder Dauerregen standhält. Nur dann wirst du wirklich Freude an ihr haben, wenn sie im Einsatz ist. Aber das Prädikat alleine reicht noch nicht. Sehr wichtige Merkmale sind:

  • möglichst wenige Nähte und eine hochwertige Nahtversiegelung von innen
  • ein verdeckter, wasserdichter Reißverschluss
  • Klettbänder an den Armen, damit das Wasser nicht ins Innere läuft (ein Gummizug lässt sich weniger dicht einstellen)
  • ein verstellbarer Saum
  • eine feste Kapuze (möglichst ohne Naht), die auch in der Größe verstellbar sein sollte, damit du sie auch über einem Helm tragen kannst
  • wenige, gut platzierte Außentaschen mit verdecktem Eingriff
  • Innentaschen für wichtige Utensilien
  • einen Stehkragen mit Kinnschutz, der gut am Gesicht abschließt
  • last but not least: Achte auf die Wassersäule

Und was genau ist das, eine „Wassersäule“? Hierzu verraten wir dir in den folgenden Abschnitten mehr

Unterschied wasserdicht und wasserabweisend

Nur „wasserdicht“ hält wirklich dicht. Die Bezeichnungen „wasserfest“ oder „wasserabweisend“ sagen lediglich aus, dass eine Jacke oder Hose zwar vor Feuchtigkeit geschützt ist, diese Funktion aber nur für begrenzte Zeit erfüllt. Und diese Zeitspanne kann je nach Art und Intensität des Regens (oder insgesamt der Feuchtigkeit, der du ausgesetzt bist), erschreckend kurz sein.

In der Regel werden wasserabweisende Regenjacken aus einem sehr dichten Gewebe gefertigt, an dem der Regen abperlt. Die Anforderungen an Nähte, Schnitt, Imprägnierung usw. sind aber deutlich geringer als bei einer Regenjacke, die laut Hersteller wasserdicht ist. Bei einem Wolkenbruch oder auch bei feinem Dauerregen halten „wasserfeste“ Modelle im Gegensatz zu einer „wasserdichten“ Jacke nicht trocken.

Womit du es zu tun hast, erkennst du übrigens recht schnell an der „Wassersäule“ – diese ist bei einer guten Regen-, Ski- oder Wanderjacke immer ausgewiesen. Sie sagt aus, welchem Druck ein Kleidungsstück im Regen oder Schnee standhält – und hier ist mehr (du ahnst es sicher) definitiv mehr.

Wie hoch muss die Wassersäule bei Regenjacken sein?

Je höher, desto besser. Zwar gilt Outdoorkleidung in Deutschland ab einer Wassersäule von 1.300 Millimetern als wasserdicht, eine solche Jacke wird hohem Druck aber nicht über längere Zeit standhalten.

Kurz gesagt: Wenn du in einen heftigen Gewitterregen kommst, viel im Schnee kniest oder beim Wandern im Dauerregen einen Rucksack trägst, wirst du früher oder später nass werden. Trotz der wasserdichten Jacke. Je nachdem, wie du deine Jacke einsetzen möchtest, kannst du dich an bestimmten Richtwerten orientieren. Folgende Werte sollte die Wassersäule (WS) haben:

  • Regenjacken für Kinder: ab 4.000 mm WS
  • Skikleidung für Kinder: ab 4.000 mm WS
  • Winterjacken, normaler Gebrauch: ab 5.000 mm WS
  • Skijacken für Erwachsene: ab 10.000 mm WS
  • Regenhosen: ab 15.000 mm WS
  • Ski- und Snowboardhosen für Erwachsene: ab 15.000 mm WS
  • Wanderjacken, intensive Beanspruchung, auch mit Rucksack: ab 20.000 mm WS

Du solltest also schon auf die Wassersäule achten, um zu wissen, für welchen Einsatz die Jacke geeignet ist.

Du brauchst die Regenjacke, um angeln zu gehen? Dann entdecke unsere unsere Tipps für deine erste Angelausrüstung.

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Was ist eigentlich Gore-Tex?

Gore-Tex ist eine spezielle Membran, die sowohl regendicht als auch winddicht und dabei atmungsaktiv ist. Dafür sorgen Milliarden von Poren, die eine Gore-Tex-Membran haben. Jede dieser Poren ist dabei 20.000-mal kleiner als ein Wassertropfen. Somit ist sie absolut wasserdicht – weder Regen noch Schnee können bis ins Innere der Jacke durchdringen.

Damit eine Regenjacke atmungsaktiv ist, müssen die Poren wiederum Wasserdampf (wie zum Beispiel Schweiß) durchlassen. Dies gelingt, weil die Poren 700-mal größer sind als die Moleküle von Wasserdampf. Oft sind Produkte aus Gore-Tex außerdem mit einer speziellen Beschichtung imprägniert, die für zusätzlichen Schutz vor Nässe sorgt. Meist kannst du diese Imprägnierung bei Bedarf mit Hitze gut auffrischen – zum Beispiel im Wäschetrockner oder auf geringer Stufe mit dem Bügeleisen. Ziemlich beeindruckend, oder? Finden wir auch.

Wie sollte eine Regenjacke sitzen?

Eine gute Regenjacke sollte körpernah geschnitten und auch etwas länger sein. Stell dir vor, du fährst im Regen Fahrrad und beugst dich nach vorne – das muss der Schnitt deiner Jacke vertragen, ohne dass dein unterer Rücken (oder sogar mehr) frei liegt. Auch beim Wandern wird durch den Hüftgurt deines Rucksacks die Jacke etwas nach oben rutschen.

Der für dich richtige Schnitt hängt auch davon ab, wann und wie du deine Jacke einsetzen möchtest. Und natürlich spielt dein Körperbau ebenfalls eine Rolle. Wenn die Jacke dann ebenfalls für kalte Witterung gedacht ist, sollte ein Pullover oder ein Oberteil aus Fleece darunter passen. Und damit die Nähte nicht platzen, ist genügend Bewegungsfreiheit ein weiterer Aspekt. Folgende Punkte helfen dir dabei, die richtige Jacke bei der Anprobe zu finden:

  • Teste den Sitz der Jacke an Rücken und Gesäß, wenn du dich nach vorne beugst
  • Achte darauf, dass dir die Jacke gut an der Schulter passt: Du solltest mühelos mit der linken Hand zur rechten Schulter greifen können und umgekehrt
  • Gut kann auch ein Modell mit elastischem Außenmaterial sein, weil es dich bei deinen Bewegungen weniger einengt

Dieser einfache Passform-Test zeigt dir, ob das Rückenteil und die Ärmel der Jacke lang genug sind. Das kannst du nämlich nur dann wirklich sehen, wenn du dich in der Jacke bewegst. Ist die Jacke an einer Stelle zu kurz, wenn du dich streckst oder beugst, können an dieser Lücke Nässe und Kälte eindringen.

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2 Lagen, 2,5 Lagen oder 3 Lagen?

Die Anzahl der Lagen sagt dir, wie Außenstoff, Membran und Futter verarbeitet sind. Wie viele Lagen braucht deine Regenjacke? Das hängt davon ab, wie sie zum Einsatz kommt:

Regenjacke mit 2 Lagen

Hier bilden das Außenmaterial und die Membran bzw. die Beschichtung eine Schicht. Das Futter ist nicht komplett vernäht. Häufig besteht das Futter aus Taft oder Netzstoffen, wobei ein Netz atmungsaktiver ist. Taft gleitet dafür leichter über einen Pullover oder ein Thermooberteil. Regenjacken mit 2 Lagen werden für moderate, gelegentliche Einsätze empfohlen – zum Beispiel für eine Tageswanderung.

Regenjacke mit 3 Lagen

Hier sind Oberstoff, Membran und Futter verbunden und bilden quasi eine Schicht. 3-lagige Regenjacken sind meist sehr dünn und leichter als Modelle mit 2 Lagen. Gleichzeitig sind sie aber auch sehr robust. Solche Regenjacken eignen sich gut für anspruchsvolle Touren. Du solltest beim Kauf darauf achten, dass die Jacke unter einem Rucksack getragen werden kann.

Regenjacke mit 2,5 Lagen

Eine Regenjacke mit 2,5 Lagen hat meist kein Futter im eigentlichen Sinn, sondern eher eine dünne Schutzschicht unter der Membran. Manchmal liegt diese Schutzschicht sogar nur an einigen Stellen auf. Solche Jacken haben meist ein geringes Gewicht und nehmen wenig Platz ein – sie sind in der Regel weniger robust als ein Modell mit 2 oder 3 Lagen.

Regenjacken secondhand?

Absolut – du kannst eine Regenjacke sogar sehr gut aus zweiter Hand kaufen. Auch kannst du selbst zum Verkäufer bei Kleinanzeigen werden, wenn du eine tolle Outdoorjacke hast, die du verkaufen möchtest. Das kann sich nicht nur aus finanzieller Sicht lohnen, sondern verlängert auch den Lebenszyklus des Kleidungsstücks.

Das Kaufen und Verkaufen von gebrauchter Outdoorkleidung ist eine wunderbare Idee, die sehr nachhaltig ist. Schließlich schont eine gebraucht gekaufte Jacke die Ressourcen. Außerdem sorgst du dafür, dass etwas, das noch brav seine Funktion erfüllt, weiterhin genutzt wird.

Eine wirklich gute, wasserdichte Jacke hat zudem ihren Preis. Du belastest mit einer Secondhand-Outdoorjacke dein Budget nicht mehr als nötig – denn eine gebrauchte Qualitätsjacke belohnt dich in der Regel mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Keine Sorge vor einer verbrauchten Imprägnierung: Diese lässt sich im Bedarfsfall meist einfach auffrischen.

Fazit

Eine wasserdichte Regenjacke ist quasi ein Muss – und dein geplanter Herbsturlaub an der Küste mit ausgedehnten Strandspaziergängen im Nieselregen gerettet. Auch wenn du eine Bergtour machen möchtest oder bei Wind und Wetter mit dem Rad unterwegs bist, wirst du kaum auf eine solche Jacke verzichten können.

Damit du Freude an ihr hast, empfiehlt sich eine möglichst hohe Wassersäule. Sie sollte sich in Passform und Schnitt an dich anpassen (nicht etwa umgekehrt) und dichte Verschlüsse und Nähte haben. Ein atmungsaktives Modell ist dabei von Vorteil. Warum? Weil du sonst auch ohne Regen innen nass wirst, da die eventuelle Feuchtigkeit nicht nach außen treten kann.

Wenn du dich an diesen Kriterien orientierst, kannst du dich online auf die Suche nach der perfekten Outdoorjacke machen: am besten auf einer bewährten Plattform für Gebrauchtes, zum Beispiel bei Kleinanzeigen. Damit tust du nicht nur deinem Geldbeutel einen Gefallen, sondern schonst auch die Umwelt. Denn kein Kleidungsstück ist nachhaltiger als eins, das einen langen Lebenszyklus hat. Ob bei Sonne, Wind oder Regen.

Du möchtest deine alte Jacke auch verkaufen? Dann lies unsere Tipps zum Verkauf von gebrauchter Kleidung.

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