Kinder sind heute wie selbstverständlich online – die Risiken bleiben. Hier bekommst du Orientierung, wie du begleitest, Regeln setzt und im Ernstfall handelst.
Informationen für Eltern
Cybergrooming – kurz erklärt
Gezielte Kontaktaufnahme zu Kindern über das Internet, um sexuelle Handlungen anzubahnen. Täter sind häufig in Chats, sozialen Netzwerken und Games unterwegs. Sie wirken besonders aufmerksam, bauen Vertrauen auf und verlegen Gespräche schnell in private Kanäle. Dabei fragen sie nach persönlichen Erfahrungen oder Bildern.
Warnsignale
Übermäßige Aufmerksamkeit, Isolieren vom Umfeld, Geheimhaltung
Sexualisierte Themen, Druck oder Forderungen nach Bildern
Versprechen, die „zu gut, um wahr zu sein“ sind (z. B. Casting, Geschenke, Geld)
Aufhetzen gegen Eltern/Freunde
Schneller Wechsel auf private Kanäle (z. B. „Lass auf WhatsApp/Signal wechseln“)
Vorbeugung: Aufklärung & klare Regeln
- Mediennutzung gemeinsam vereinbaren (Zeiten, Räume, Begleitung)
- Profile prüfen: Privatsphäre- und Sichtbarkeitseinstellungen bewusst wählen
- Keine persönlichen Daten oder Bilder ohne Rücksprache teilen
- Melden und Blockieren gemeinsam üben – Schritt für Schritt
- Geräte möglichst in sichtbaren Bereichen nutzen
Gemeinsame Regeln für die digitale Nutzung
Digitale Regeln funktionieren am besten, wenn sie gemeinsam vereinbart werden. Innocence in Danger stellt eine Vorlage für ein „Digital-Abkommen“ zwischen Eltern und Kindern zur Verfügung. Die Vorlage hilft dabei, klare Regeln zu Medienzeiten, Privatsphäre, Sicherheit und gegenseitigem Vertrauen festzuhalten. Ziel ist kein Kontrollvertrag, sondern eine gemeinsame Orientierung für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien. Lade sie dir hier herunter. (PDF-Datei, 0,1 MB)
HerunterladenTechnischer Schutz: Jugendschutzprogramme
JusProg ist ein kostenloses Jugendschutzprogramm, das Webseiten nach Altersstufen filtert und so einen altersgerechten Surfraum unterstützt. Eltern können zusätzlich eigene Freigaben/Sperren setzen (Whitelist/Blacklist). JusProg ist für verschiedene Geräte und Wege verfügbar – u. a. Windows (Browser-Plugins), Android-App, iOS-Kinderschutzbrowser, macOS sowie JusProgDNS zur Netz-/Geräte-weiten Filterung.
Was JusProg kann:
- Altersstufenfilter (z. B. ab 0/6/12/16) und dynamische Listen.
- Eigene Regeln der Eltern: Websites gezielt freigeben oder blockieren (Whitelist/Blacklist). Absolut verbotene Inhalte (BPjM-Liste) lassen sich nicht freischalten.
- Plattformübergreifend nutzbar (Apps/Plugins/Browser/DNS) – so funktioniert Schutz auch auf Mobilgeräten und in Heimnetzwerken.
- SafeSearch/SafeMode bei großen Portalen (z. B. YouTube, Google, Bing) kann zentral aktiviert werden.
- die Standorterkennung deaktivieren
Wichtig zu wissen: Jugendschutzprogramme sind keine absolute Barriere – sie ergänzen Aufklärung, klare Regeln und Begleitung. Prüfe regelmäßig die Einstellungen und sprich mit deinem Kind über sein Online-Erlebnis.
Hinweis zur Anerkennung/Eignung: Laut FSM wurden verschiedene JusProg-Versionen von einer unabhängigen Gutachterkommission als geeignet gemäß JMStV bewertet. Details findest du bei der FSM.
Mehr Informationen & Download: jugendschutzprogramm.de • JusProgDNS
Melden & Blockieren bei Kleinanzeigen
Hinweise werden geprüft. Bei Verstößen greifen Maßnahmen bis zur Sperrung. Bei akuter Gefahr: Polizei kontaktieren.
Kooperation und Aufklärung
Wir arbeiten mit Fachstellen wie Innocence in Danger zusammen, um Kinder zu schützen:
- Aufklärung
- Hinweise im Produkt
- Klare Meldewege
Unterstützung & weiterführende Angebote
– Innocence in Danger – Infos & Materialien (inkl. „Vertrag zur Nutzung digitaler Medien“)
– Bitkom – Empfehlungen für Eltern
– Deutschland sicher im Netz
– Nummer gegen Kummer






