Für eine lange Lebensdauer: Waschmaschinen richtig pflegen

18.10.2021 | von Kleinanzeigen

Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Soll man eine Waschmaschine überhaupt reinigen?
  2. 2Welche Mittel gibt es zur Reinigung?
  3. 3Wie reinige ich die Waschmaschine?
  4. 4Und wie oft?
  5. 5Was tun gegen muffige Gerüche?
  6. 6Weitere Pflegetipps für die Waschmaschine
  7. 7Fazit

Wie jedes andere Haushaltsgerät gehört auch eine Waschmaschine gepflegt und regelmäßig gereinigt. Damit bleibt dir deine Waschmaschine länger erhalten und du vermeidest teure Reparaturen. Eine saubere Waschmaschine ist auch das A und O für saubere Wäsche, denn in schmutzigem Wasser bekommst du keine weiße Wäsche. Aber keine Angst, die Waschmaschine zu reinigen ist ziemlich einfach, und mit ein paar Tricks putzt sie sich praktisch von selbst.

Soll man eine Waschmaschine überhaupt reinigen?

Ja, absolut. Wenn du deine Waschmaschine regelmäßig reinigst, wird auch deine Wäsche immer richtig sauber. Im warm-feuchten Inneren deiner Waschmaschine kann sich Schimmel bilden. Verschiedene Keime und Bakterien fühlen sich dort nämlich pudelwohl und du hältst sie nur durch regelmäßiges Reinigen im Zaum.

Aber macht das nicht das Waschmittel selbst? Interessanterweise: nein. Viele Menschen waschen heutzutage aus ökologischen Gründen häufig nur bei 30 bis 40°. Besonders festes Waschpulver kann sich bei diesen niedrigen Temperaturen oft nicht vollständig auflösen und bildet dann Rückstände, an denen sich Bakterien ansiedeln können. Auch verwenden wir oft zu viel Waschmittel, ohne es wirklich zu benötigen, was das Problem nur verstärkt. Hand aufs Herz: Kennst du die richtige Dosierung deines Waschmittels oder kippst du immer gleich viel in die Schublade?

Aber bleiben wir mal bei der Reinigung der Maschine: Ja, sie ist notwendig – aber immerhin nicht jedes Mal. Und wenn du deine Gewohnheiten ein kleines bisschen änderst, machst du dir das Leben gleich viel leichter.


Welche Mittel gibt es zur Reinigung?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, deine Waschmaschine sauber zu halten, von speziellen Reinigern bis zu umweltfreundlichen Hausmitteln.

Spezieller Waschmaschinenreiniger

Die meisten Hersteller empfehlen einen speziellen Waschmaschinenreiniger für ihre Maschinen. Da eine Waschmaschine aus verschiedenen Materialien besteht (Metall, Glas, Gummi usw.), sind diese Reiniger so gemacht, dass sie diese Materialien nicht angreifen. Langfristig ist das die beste Idee.


Entkalker

Hartes Wasser, das viel Kalziumkarbonat enthält, beeinträchtigt die Leistung deiner Waschmaschine. Der Kalk im Wasser setzt sich am Heizstab ab und verursacht einen höheren Energieverbrauch. Je nachdem, wo du in Deutschland wohnst, solltest du regelmäßig einen Entkalker verwenden, zusätzlich zur normalen Reinigung deiner Waschmaschine. Wie hart das Wasser in deinen Leitungen ist, erfährst du bei deiner Gemeinde oder deinem Wasserversorgungsunternehmen. Eine grobe Landkarte der Wasserhärte in Deutschland kannst du auf wasser.de finden.


Haushaltsreiniger oder Spülmaschinentabs

Für das regelmäßige Putzen der Trommel und des Sichtfensters ist lauwarmes Wasser mit Haushaltsreiniger die bequemste Wahl. Einfach einen weichen Putzlappen verwenden, Trommel abwischen und fertig. Du kannst auch Spülmaschinentabs statt des Waschmittels verwenden, wenn du deine Maschine reinigen möchtest. Mehr dazu weiter unten.

Essig und Zitronensäure

Diese beiden Hausmittel werden häufig für die Reinigung von Waschmaschinen vorgeschlagen. Insbesondere Zitronensäure löst Kalkablagerungen leicht auf. Leider sind diese Mittel langfristig für das Gummi an der Tür und auch für andere Dichtungen schädlich, da sie diese porös machen. Essigwasser ist zwar gut für das Gehäuse deiner Waschmaschine und für die Waschmittelschublade, vom Kontakt mit der Türdichtung ist aber abzuraten.


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Backpulver, Soda und Natron

Diese Hausmittel greifen deine Waschmaschine weniger an als die oben genannten Säuren. Soda kannst du direkt zum Waschmittel geben, und Backpulver mit Wasser verrührt ins Waschmittelfach füllen. Beide helfen, deine Waschmaschine sauber zu halten und sind auch noch umweltfreundlich.

Wie reinige ich die Waschmaschine?

Das Waschmittelfach, die Trommel und das Flusensieb sind die drei wichtigsten Teile der Waschmaschine, die du regelmäßig reinigen solltest. Das Gehäuse kannst du einfach mit einem feuchten Tuch abwischen, um Schmutz und Staub zu entfernen.

Im Waschmittelfach bleiben oft Reste des Waschmittels zurück, die hart werden und unangenehm riechen.

  1. Nimm das Fach heraus (je nach Modell ist das oft nur ein Handgriff)

  2. Weiche es in lauwarmes Wasser ein

  3. Nach ca. 10 Minuten hat sich das alte Waschmittel gelöst, und du kannst es mithilfe einer alten Zahnbürste entfernen.
  4. Sieh dir auch den Teil des Gehäuses an, in dem die Schublade steckt. Auch dort können sich Schmutz und Bakterien ablagern, die du mit etwas Spülmittel und heißem Wasser entfernen kannst.
  5. Trockne beide Teile gut ab und stecke das Fach wieder zurück.

Das Innere der Waschmaschine – also die Trommel und der Faltenbalg der Türdichtung – gehören auch regelmäßig geputzt. Wenn du einen kommerziellen Reiniger oder eines der oben genannten Hausmittel verwendest, gibst du diese ganz normal ins Waschmittelfach. Wähle ein Waschprogramm mit einer hohen Temperatur (90 oder 95°) und lass es einmal ohne Wäsche durchlaufen. Dies reinigt deine Waschmaschine ganz automatisch, inklusive aller Dichtungen und Schläuche. Achtung: Auch wenn es verlockend ist, Stahlwolle und andere scheuernde Reinigungsmittel sind nicht gut für deine Trommel. Sie zerkratzen das Metall und können zu Rost führen, was du unbedingt vermeiden solltest.

Übrigens: Weißt du eigentlich, was das Flusensieb ist? Dieses Sieb liegt vor der Laugenpumpe deiner Waschmaschine und filtert Flusen, Tierhaare, aber auch Kleinteile wie Knöpfe oder Münzen aus dem Wasser. Der Zugang zum Flusensieb liegt normalerweise im unteren Vorderbereich deiner Maschine. Lege ein altes Handtuch oder eine flache Schale unter den Zugang und drehe das Flusensieb heraus. Am besten reinigst du es mit etwas Essigwasser und einer alten Zahnbürste, bevor du es wieder hineindrehst.


Erfahre hier, was eine gebrauchte Waschmaschine kosten darf und was du beim Kauf beachten solltest

Und wie oft?

Wie oft du deine Waschmaschine gründlich reinigst, hängt davon ab, wie groß deine Familie ist. Ein Seniorenhaushalt wäscht in der Regel weniger als eine Familie mit Kindern und Haustieren. Oft wird ein Zeitrahmen von vier bis acht Wochen für eine komplette Reinigung empfohlen. Wenn du häufig mit hohen Temperaturen wäschst, also mit mindestens 60°, so hilft das auch bei der Hygiene deiner Waschmaschine.

Wenn du in einer Gegend mit hartem Wasser wohnst, ist eine regelmäßige Entkalkung eine gute Idee, um den Heizstab zu reinigen. Im Wesentlichen funktioniert das wie die normale Reinigung: Entkalker in die Waschmittelschublade einfüllen, Programm mit hoher Temperatur wählen und ohne Wäsche durchlaufen lassen. Je nach Wasserhärte wird dies ein- bis zweimal im Jahr empfohlen. Finde den Härtegrad deines Wassers heraus und halte dich am besten an die Pflegeanleitung auf der Packung – dann kann nichts schiefgehen.


Was tun gegen muffige Gerüche?

Eine Waschmaschine, die nicht gut riecht, bedeutet leider oft Schimmelbefall. Wenn deine Maschine schon müffelt, hilft nur ein Waschprogramm bei 90 oder 95° mit einem professionellen Waschmaschinenreiniger.

Am besten vermeidest du den muffigen Geruch, indem du deine Waschmaschine so trocken wie möglich hältst. Ja, das hört sich fast wie ein Widerspruch an … Am einfachsten funktioniert das, indem du die Waschmaschinentür nach der Wäsche eine Zeitlang offen stehen lässt. So kann das Restwasser, das noch in der Trommel ist, verdunsten. Schneller geht es, die Trommel mit einem trockenen Tuch kurz auszuwischen.


Denk auch daran, dass sich Wasser manchmal gerne unten im Faltenbalg der Türdichtung ansammelt. Gewöhne dir am besten an, die Gummidichtung sofort nach jedem Waschen mit einem Tuch abzutrocknen, damit sich dort erst gar kein Schimmel einnisten kann. Außerdem ist dieser Ort auch ein Sammelbecken für Fremdkörper und gelegentlich sogar für kleine Wäschestücke wie Socken. Entferne sie und vermeide so, dass die Dichtung kaputtgeht.

Auch in der Waschmittellade bleibt oft etwas Wasser und Waschmittel zurück. Keine Angst, du musst sie nicht jedes Mal sauber machen. Auch hier hilft ein einfaches Offenhalten der Schublade, bis sie wieder trocken ist.

Weitere Pflegetipps für die Waschmaschine

Eine Waschmaschine besteht aus vielen beweglichen Teilen. Durch die richtige Pflege hältst du sie länger gut in Schuss und vermeidest langfristig teure Reparaturen.


Der richtige Ort

So merkwürdig es sich anhören mag, aber die Pflege deiner Waschmaschine beginnt schon beim Aufstellen. Für den Betrieb der Trommel, insbesondere beim Schleudern, hat eine Waschmaschine eine Antriebswelle. Wenn diese nicht gut ausgerichtet ist, führt das zu einer schnelleren Abnutzung der Lager. Du merkst das, wenn die Waschmaschine quasi „wandert“, also sich beim Schleudern in eine Richtung bewegt. Abhilfe schaffst du hier am einfachsten durch ein paar Keile oder Holzstücke, die du unter die Füße schieben kannst. Lass dir dabei aber auf jeden Fall helfen – Waschmaschinen sind nämlich ganz schön schwer.

Laugenpumpe kontrollieren

Die Laugenpumpe befindet sich hinter dem Flusensieb. Wenn das Sieb zu voll ist, kann sie nicht mehr richtig arbeiten. Gelegentlich kommt es auch vor, dass etwas durch das Sieb rutscht und die Pumpe blockiert. Wenn du das Flusensieb zum Reinigen herausnimmst, kannst du auch die Laugenpumpe kontrollieren – ein Stäbchen genügt dazu. Wenn sich das Flügelrad nicht dreht, weil es verklemmt ist, solltest du einen Fachmann anrufen.


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Sieb im Wasserzulauf

Auch beim Wasserzulauf gibt es mindestens ein Sieb, entweder direkt an der Waschmaschine oder am anderen Ende beim Wasseranschluss. Bei besonders hartem Wasser kann es vorkommen, dass diese Siebe mit der Zeit verstopfen und den Wasserzulauf blockieren. Überprüfe sie deshalb regelmäßig – am besten als Teil deiner Entkalkungsroutine, damit deine Maschine voll funktionstüchtig bleibt.

Waschmittel richtig dosieren

Überschüssiges Waschmittel ist die Hauptursache für Verschmutzungen in der Waschmaschine. Die richtige Dosierung steht auf der Verpackung und ist oft in Messbechern pro Wäschekorb für unterschiedlich verschmutzte Wäsche angegeben. Lerne abzuschätzen, wieviel Waschmittel du wirklich brauchst. Deine Waschmaschine – und unsere Umwelt – wird es dir danken.

Fazit

Eine saubere Waschmaschine ist den Aufwand auf jeden Fall wert. Die gute Pflege deiner Waschmaschine vermeidet Schäden und hilft dir dazu noch Energie – und damit auch zu Geld – sparen. Generell solltest du auch auf eine energiesparende Waschmaschine. Außerdem garantiert nur eine gut gereinigte Waschmaschine auch saubere Wäsche. Dafür haben dir sechs Tipps für das richtige Wäschewaschen zusammengestellt, damit die Hausarbeit gleich viel einfacher geht.