Van Life Inspiration – Kreative Ideen für den Innenausbau deines Vans

19.08.2020 | von Claudia Heldt

Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das Wichtigste zuerst: Dein Bett im Camper Van
  2. 2Die Camper-Küche: Perfekt essen auf engstem Raum
  3. 3Autark leben: Die Energieversorgung
  4. 4Heizung und Dämmung: Warm durch die kalte Jahreszeit
  5. 5Fließend Wasser im Camper Van – So geht’s!
  6. 6Fazit

Van Life ist die unbegrenzte Freiheit im eigenen kleinen Wohnraum auf Rädern. Vorn das Roadtrip Feeling und hinten Glamping auf einer bequemen Matratze mit kuscheliger Bettwäsche und Lichterketten genießen. Ob du einen Van, Kastenwagen, Bus oder einen langen Transporter ausgewählt hast, kommt auf deine individuellen Bedürfnisse an. Wenn du noch auf der Suche bist, stell dir die Fragen: Wie oft möchte ich mit dem Camper Van unterwegs sein und wohin soll es gehen? Wenn dir eine kleine und unauffällige Schlafmöglichkeit ausreicht, dann ist eine Hochdachkombi für dich die beste Wahl. Eine Sitz- und Kochmöglichkeit im Fahrzeug zum Aufenthalt bei Regenwetter bedarf eher einem Kleinbus.

Ausflüge mit mehreren Personen und einer Dusche sowie Toilette, die dich autark campen lässt, ist erst ab einer Sprintergröße realistisch. Auch hier hat alles seine Vorzüge und Nachteile. Transporter Modelle sind zwar so komfortabel wie ein vollwertiges Wohnmobil aber auf schmalen Straßen mit engen Kurven hast du keine Freude. Wenn du neben Naturausflügen auch mal in der Stadt heimlich nächtigen möchtest, bist du mit einem kleineren Camper besser beraten.

Das Wichtigste zuerst: Dein Bett im Camper Van

Beim Ausbau deines Fahrzeuges startest du am besten mit einer Bettfunktion, wenn noch kein Schlafsystem für Übernachtungen vorhanden ist. Dafür kannst du dir eine Klappbank zulegen oder du baust dir selbst eine Unterkonstruktion aus Holz mit einem Lattenrost und einer Matratze. Rollroste lassen sich gut auf die Innenraumbreite zuschneiden und Klappmatratzen eignen sich für die flexible Verwendung als Sitz- oder Liegemobiliar. Für kleinere Fahrzeuge gibt es auch passende aufblasbare Matratzen.

Tipp: Überziehe oder verbinde die Matratze mit einem Matratzenschoner. Achte darauf, dass die Matratze gut belüftet ist, aber nutze den Platz darunter auch als Stauraum für Schubladen oder Cases.

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Die Camper-Küche: Perfekt essen auf engstem Raum

Für kleinere Fahrzeug Modelle bietet sich eine Heckküche an. Gasflasche, Kocher und Geschirr lassen sich damit unter dem Bett aufbewahren. Mit einer Auszugkonstruktion kannst du dir zusätzliche Stau-, auch Arbeitsfläche für deine Küche schaffen. Ein portabler Gaskocher erlaubt dir in jedem Modell variabel drinnen oder außerhalb des Fahrzeuges und unter freiem Himmel zu kochen.

Tipp: Wenn du selbst eine Gasanlage und Kochfelder in einem Fahrzeug fest installiert hast, ist das relevant für den TÜV. Besorge dir auf jeden Fall auch einen Gaswarner für mehr Sicherheit an Bord.

Autark leben: Die Energieversorgung

Für ausreichende Energieversorgung ist eine zweite Aufbaubatterie neben der Starterbatterie zu empfehlen. Größere Camper haben diese meist schon integriert. Neben der chemischen Energie kannst du dir auch Sonnenenergie mit einer Solaranlage zunutze machen oder auf Landstrom zurückgreifen, wie du ihn auf den meisten Campingplätzen bereitgestellt bekommst. Außerdem solltest du wissen, dass die Kühlbox einer der größten Stromfresser ist.

Tipp: Versuche Strom zu sparen, sieh von der Verwendung von Wechselstromrichtern und damit dem Einsatz von 230 Volt Geräten ab. Wie du dir deine eigene Solaranlage baust, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Heizung und Dämmung: Warm durch die kalte Jahreszeit

Willst du deinen Camper auch im Winter nutzen? Dann solltest du über eine Isolierung und eine Standheizung nachdenken. Das erhöht die Einsatzmöglichkeiten deines Fahrzeuges und den Camper-Komfort ungemein. Je nach Modell baust du eine Diesel Standheizung mit etwas handwerklichem Geschick selbst ein. Alternativ und weniger aufwendig kannst du dich für eine Gasheizung entscheiden. Im Ausland wird allerdings die Beschaffung von Gas oft zu einem Problem.

Die Isolation hilft im Winter nicht nur gegen die Kälte, sie hält im Sommer auch die Hitze draußen. Wenn du dich dafür entscheidest, isoliere die Seitenwände, Decke und den Boden. Bau dir ein Grundgerüst für das Dämmmaterial und befestige darauf stabile und leichte Platten als Grundlage für einen Bodenbelag oder eine Wandverkleidung.

Tipp: PVC von der Rolle lässt sich perfekt auf den Innenraum zuschneiden, einfach reinigen und ist in vielen wertigen Designs, preiswert erhältlich.

Fließend Wasser im Camper Van – So geht’s!

Für die Wasserversorgung eignen sich Kanister an Board. Befestige diese mit Riemen und gönn dir einen Wasserhahn, mit dem du Wasser einfach und sicher entnehmen kannst. Du brauchst eine flexible Wasch- oder Duschmöglichkeit? Mit einer Campingdusche, die du am Dach z.B. mit einem Saugnapfhaken befestigst, kannst du die Sonnenenergie zum Anwärmen nutzen. Es gibt aber auch Schwimmer, die mit einem Schlauch und Duschkopf versehen sind und die du einfach in deinen Kanister oder einen Eimer hängen kannst.

Um dich und deinen Standplatz vor der Sonne zu schützen, kannst du ein Sonnensegel ebenfalls mit Saugnäpfen oder mit Magnethaken an der Karosserie deines Autos befestigen. Es benötigt keiner Markise, einfach ein robustes Stück Stoff mit festen Ösen und Stricken spannen.

Tipp: Ein Läufer auf dem Freisitz sieht zwar nach Dauercamper-Einrichtung aus, reduziert dir aber Staub und Erde in deinem Van.

Persönlich mag ich es noch etwas gemütlicher mit Vorhängen, die du an Schienen, mit Magneten oder Druckknöpfen befestigen kannst. Mit so einem Vorhang kannst du deinen Schlafbereich auch einfach von der Fahrerkabine abtrennen, egal ob im Caddy, Bus oder Sprinter.

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Fazit

Schlafen, Kochen, Energie- und Wasserversorgung ist kein Hexenwerk, wertet dein Fahrzeug zu einem Camper Van auf und ermöglicht dir das wilde Leben on the road. Mit einigen Einbauten kannst du dein Fahrzeug sogar zum Wohnmobil ummelden. Das spart Steuern und Versicherung. Anleitungen und Erfahrungsberichte findest du als Videos oder Blogartikel im Netz. Persönlich kann ich die Vanfluencer @pinepins und @sprintour empfehlen. Aber lass dich selbst auf Instagram, Pinterest oder YouTube inspirieren – viel Spaß beim Van Life!