Grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen bei der Abdichtung deines Altbaukellers: von innen oder außen. Auf die letztere Methode kommen wir später noch zu sprechen. In diesem Abschnitt präsentieren wir dir hingegen zwei Methoden der Kellerabdichtung von innen.
Heutzutage existieren auf dem Markt von Grundierung bis Verputzung zahlreiche Produkte zur Kellerabdichtung. Sie alle aufzuzählen, sprengt den Rahmen dieses Artikels. Ein hilfreicher Tipp ist hier jedoch, möglichst aufeinander abgestimmte Produkte desselben Herstellers zu nutzen.
Wird ein Keller von innen abgedichtet, kannst du entweder mit Dichtungsschlämmen oder dem Injektionsverfahren arbeiten. Während Dichtungsschlämme sowohl für kapillar aufsteigende Feuchtigkeit als auch seitlich eindringendes Wasser geeignet sind, ist das Injektionsverfahren nur in ersterem Fall empfehlenswert.
Keller von innen mit Dichtungsschlämmen abdichten
Dichtungsschlamm ist ein atmungsaktiver, aber wasserundurchlässiger Werkstoff aus Zement, Sand und weiteren Zusätzen. Folgende Schritte sind nötig, um deinen Altbaukeller von innen mit Dichtungsschlämmen abzudichten:
Schritt 1: Oberfläche vorbereiten
Um die optimalen Voraussetzungen für die Beschichtung zu schaffen, musst du zunächst den Untergrund vorbereiten. Ob Wand oder Boden: Alte Putz- oder Farbschichten müssen entfernt und gereinigt werden. Löcher oder Risse solltest du mit geeigneten Materialien wie Spachtelmasse ausbessern.
Schritt 2: Dichtungsschlamm mit Wasser mischen
Nun gilt es, den Dichtungsschlamm anzurühren. Achte dabei auf die Hinweise auf dem jeweiligen Produkt. Gib sowohl den Schlamm als auch das Wasser in einen Eimer und rühre so lange um, bis die Masse homogen ist. Achte dabei darauf, dass nirgendwo Verklumpungen entstehen.
Schritt 3: Dichtungsschlamm auftragen
Beim Auftragen des Dichtungsschlamms kannst du entweder mit Spachtel und Kelle oder (für Laien einfacher) mit einem Quast arbeiten. Trage den Schlamm in mehreren dünnen Schichten auf, ohne dass die einzelnen Schichten zwischendurch komplett austrocknen. Ansonsten können sie sich nicht mehr homogen verbinden.
Keller von innen mit Injektionsverfahren abdichten
Steigt Feuchtigkeit aus dem Erdreich auf und gelangt über die Mauern in den Kellerraum, ist das Injektionsverfahren eine Alternative zur Kellerinnenabdichtung mit Dichtungsschlamm. Vorteil ist hier, dass der Aufwand geringer ist. Zudem können die Arbeiten ohne Erschütterungen durchgeführt werden. Befolgen musst du dabei diese Schritte:
Schritt 1: Mauerwerk bzw. Boden vorbereiten
Bevor du anfängst, musst du alten Putz und Co. entfernen und sicherstellen, dass die zu bearbeitende Oberfläche ausreichend trocken ist. Ein Durchfeuchtungsgrad von 50 % ist üblicherweise optimal, wobei dir ein Bautrockner in Kombination mit einem speziellen Messgerät hilft.
Schritt 2: Strategisch platzierte Löcher bohren
Nun musst du gezielte Löcher in die Stelle bohren, die es zu versiegeln gilt. Dabei kommt die Anzahl der Bohrungen sowie die Größe der Fläche ganz auf den jeweiligen Keller an.
Schritt 3: Füllmaterial injizieren
Im letzten Schritt presst du die Füllmasse per Injektionsverfahren in das Mauerwerk bzw. den Boden. In der Wand existierende Risse oder Poren werden so ausgefüllt. Anschließend lässt du alles trocknen.
Wichtig: Das Injektionsverfahren ist mit weniger Aufwand verbunden, aber dennoch ein komplizierter Vorgang. Sowohl die Position der Bohrungen als auch die Mischung der Füllmasse sollte möglichst ein Spezialist festlegen.