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Zwischen Gefühl und Realität: Mehrheit kennt aktuelle Teuerungsrate nicht oder schätzt diese falsch ein

Zuletzt aktualisiert am: 05.08.2025 von Kleinanzeigen

Berlin, 5. August 2025 – Die Wirtschaft schwächelt, die Preise steigen – und viele Deutsche passen ihr Konsumverhalten an: Sie gehen seltener aus, sparen bei Urlauben oder schieben Investitionen auf. Das hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen ergeben. Was die Befragung jedoch auch zeigt: Die Mehrheit liegt daneben, wenn es um die Höhe der Teuerung geht.

Energie, Lebensmittel, Dienstleistungen: All das ist laut Befragten einer aktuellen Kleinanzeigen-Umfrage im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Demnach glauben 78 Prozent von ihnen, dass sich Lebensmittel im Vergleich verteuert haben. Die Hälfte (53 %) gibt an, einen Anstieg bei den Energiepreisen beobachtet zu haben. Nahezu genauso viele (52 %) sind der Meinung, Dienstleistungen seien im Jahresvergleich teurer geworden.

Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit

Doch die Realität sieht teilweise anders aus. Denn während sich Lebensmittel und Dienstleistungen laut Statistischem Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_250_611.html) mit 2,0 beziehungsweise 3,3 Prozent tatsächlich verteuert haben, sind die Energiepreise sogar um 3,5 Prozent gesunken. Die Inflationsrate lag im Juni bei gerade einmal 2,0 Prozent und liegt damit tatsächlich um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Allerdings kennen viele Verbraucher die Höhe der Teuerungsrate gar nicht (48 %) oder schätzen den Wert falsch ein (12 %). Unterm Strich wissen nur vier von zehn Befragten (40 %) über die Teuerungsrate Bescheid.

Doch das Gros der Menschen hierzulande passt sein Konsumverhalten an diese „gefühlte“ wirtschaftliche Situation an. Und das, obwohl die Mehrheit von ihnen die aktuelle Inflationsrate nicht kennt oder die Preisentwicklung falsch einschätzt. Dennoch gehen laut Umfrage mehr als die Hälfte (51 %) seltener aus – in Restaurants, ins Theater oder ins Kino. Gut ein Drittel (29 %) spart bei Urlaubsreisen, mehr als jeder Fünfte (23 %) schiebt geplante Investitionen auf.

Mehr Angst, weniger Liebe

Darüber hinaus drückt die Preisentwicklung – egal ob richtig oder falsch eingeschätzt – auf die Stimmung im Land. Jeder Vierte (26 %) fühlt sich ängstlicher und gestresster als vor der Inflation. 18 Prozent der Befragten berichten von einem geringeren Selbstwertgefühl, weil sie sich weniger leisten können. Bei 17 Prozent leiden Freundschaften, da sie weniger unternehmen. Und auch in der Liebe macht sich die Wirtschaftslage bemerkbar. So haben elf Prozent der Befragten weniger Lust auf Dates. Sieben Prozent sagen, ihr Sexualleben habe sich durch den finanziellen Stress verschlechtert.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Ein Drittel der Befragten (34 %) gibt an, dass die Inflation ihr Wohlbefinden nicht beeinflusst. Unter all denjenigen, die den Wert der Teuerungsrate richtig einschätzen, liegt der Anteil sogar bei 40 Prozent. Wohl dem also, der gut informiert ist.

Über die Umfrage

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels. Vom 27. bis 30.06.2025 wurden insgesamt 2026 Personen befragt. Diese Personen haben der Teilnahme vorab zugestimmt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Sie sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Über Kleinanzeigen

Kleinanzeigen ist der führende Online-Kleinanzeigenmarkt und eines der reichweitenstärksten Webangebote in Deutschland. In zahlreichen Kategorien sind durchschnittlich mehr als 55 Millionen Anzeigen verfügbar – von Kinderbedarf über Elektronik bis hin zu Immobilien. Auf Kleinanzeigen wird überwiegend secondhand gehandelt. Damit leisten Nutzerinnen und Nutzer einen aktiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Unternehmen bietet Kleinanzeigen die Möglichkeit, ihre Leistungen einfach online zu präsentieren. Kleinanzeigen wurde im September 2009 als eBay Kleinanzeigen gestartet. Im Mai 2023 erfolgte die Umbenennung in Kleinanzeigen.

Ansprechpartner für Medien

Pierre Du Bois – Pressesprecher

medien@kleinanzeigen.de
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