Berlin, 2. Dezember 2025– Wenn das Weihnachtsgeschenk nicht den Geschmack trifft, schweigen die meisten Deutschen lieber, statt die Wahrheit zu sagen. Fast die Hälfte bedankt sich höflich oder täuscht sogar Freude vor – und jede Generation geht anders mit ungeeigneten Geschenken um. Die aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen liefert spannende Einblicke in die deutsche Kultur des Schenkens.
Lieber höflich als ehrlich: Die Enttäuschung unterm Baum bleibt unsichtbar
Oh nein – schon wieder Socken? Oder ein Pullover anstelle des gewünschten Parfüms? Wenn unterm Tannenbaum nicht das erhoffte Geschenk aus der Verpackung hervorkommt, lassen sich die Deutschen in aller Regel nichts von ihrer Enttäuschung anmerken. Die Höflichkeitsregel Nummer eins an Heiligabend lautet bei den meisten: Lieber Stillschweigen wahren als Unmut äußern! Die Umfrage zeigt, 30 Prozent der Befragten bedanken sich einfach, obwohl ihnen das Geschenk nicht gefällt – und belassen es dabei. Weitere 19 Prozent gehen sogar noch einen Schritt weiter in puncto Unwahrheit und spielen Begeisterung vor. Frauen machen dies häufiger als Männer (22 % versus 17 %). Die männlichen Befragten hingegen nutzen häufiger Humor, wenn es darum geht, die unangenehme Situation unterm Tannenbaum zu überspielen (11 % Männer versus 6 % Frauen).
Geschenke werden aus emotionalen Gründen behalten – nicht weil sie gefallen
Egal ob Mann oder Frau: Nur jeder zehnte Befragte ist ehrlich und sagt offen, dass das Präsent nicht den eigenen Geschmack trifft. Stattdessen gehen viele unterschiedlich mit solchen Situationen um. Besonders zwischen den Generationen zeigen sich dabei interessante Unterschiede: Die Gen Z gibt von allen am häufigsten Hinweise und Anregungen für das nächste Mal (15 %), während die älteren Generationen dies deutlich seltener machen (zum Beispiel Gen X und Boomer 8 %).
Ein großer Teil der Befragten gibt an, das unpassende Geschenk aus emotionalen Gründen zu behalten (23 %) oder ihm eine Chance zu geben (26 %). 15 Prozent versuchen das Geschenk durch alternative Wege, wie verkaufen oder verschenken, anderweitig loszuwerden. Frauen wählen diesen Weg deutlich häufiger als Männer (18 % versus Männer 12 %).
Die wenigsten geben sich für die Schwiegereltern Mühe beim Schenken
Der größte Aufwand wird eindeutig für die Partnerin oder den Partner betrieben (46 %). Die männlichen Befragten (50 %) geben sich sogar noch etwas mehr Mühe bei der Auswahl des Geschenks als die befragten Frauen (41 %). An zweiter Stelle folgen eigene Kinder (34 %), an dritter und vierter Stelle werden die eigenen Eltern (26 %) und Freundinnen und Freunde (24 %) genannt. Für die Schwiegereltern zeigen die Deutschen am wenigsten Einsatz – nur sechs Prozent geben an, sich für diese bei der Geschenkauswahl besonders viel Mühe zu geben.
Deutscher Perfektionismus: Weihnachtsgeschenke werden schon Wochen im Voraus geplant
Fast jeder Zweite (41 %) macht sich schon mehrere Wochen vor Weihnachten Gedanken über das perfekte Geschenk – 22 Prozent sogar bereits Monate im Voraus. Knapp 40 Prozent fragen dabei direkt nach Wünschen, wobei Frauen (44 %) häufiger nachfragen als Männer (35 %). Die Männer hingegen sind mit 26 Prozent deutlich häufiger Last-Minute-Schenker.
Nicht nur was die Geschlechter betrifft, gibt es große Unterschiede bei der Planung der Weihnachtsgeschenke. Die Gen Z geht laut Umfrage als die Generation hervor, die mit der größten Gewissenhaftigkeit plant: 49 Prozent machen sich schon Wochen im Voraus Gedanken. Gleichzeitig befinden sich in der Gen Z aber auch die meisten Last-Minute-Shopper (29 %). Während insbesondere die jüngeren Generationen angeben, akribisch zu planen, sind die älteren Generationen pragmatischer und greifen häufiger auf Gutscheine oder Geldgeschenke zurück (21 % der Boomer, 16 % aller Befragten).
Über die Studie
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 27. und 29.10.2025 insgesamt 2006 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Über Kleinanzeigen
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