Berlin, 4. November 2025 – Kaufen und Verkaufen zwischen Privatpersonen ist Vertrauenssache – und oft ein echter Drahtseilakt. Denn selbst wenn ein Deal in trockenen Tüchern scheint, kann er noch platzen. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen zeigt, was die Deutschen wirklich nervt und mit welchen Kleinigkeiten man punkten oder sogar einen besseren Preis rausschlagen kann…
Der Preis ist abgemacht, der Versand besprochen und plötzlich Funkstille? 69 Prozent der Befragten bewerten „Ghosting“ als absolutes No-Go beim Verkauf oder Kauf auf Onlineportalen. Auf Platz zwei der größten Ärgernisse rangieren ungefragte Preisvorschläge: Jeder Zweite regt sich auf, wenn trotz Festpreis verhandelt wird (50 Prozent). Auch Blitzabsagen sorgen für Frust: Jeder Dritte (34 Prozent) ärgert sich, wenn ein Artikel spontan an jemand anderen vergeben wird, der den Artikel schneller abholen, bezahlen oder sogar einen höheren Preis zahlen kann.
Warum Ehrlichkeit am besten währt
Gute Nachrichten: Nicht jeder geplatzte Deal ist ein Drama! 92 Prozent haben Verständnis, wenn ein Kauf oder Verkauf aus nachvollziehbaren Gründen wie Krankheit oder einem Trauerfall abgesagt wird. Auch eine kleine Verspätung ist kein Problem, solange man Bescheid gibt. Nur sieben Prozent stören sich daran.
Freundlichkeit: Nicht nur gut fürs Karma
Nett zu sein zahlt sich aus: 31 Prozent der Befragten sind bereit, beim Preis nachzugeben, wenn sie ihr Gegenüber freundlich oder sympathisch finden. Besonders preisflexibel sind Verkäuferinnen und Verkäufer allerdings, wenn sie das Produkt schon länger versuchen loszuwerden (53 Prozent). Wer einen guten Deal machen möchte, achtet also auf das Veröffentlichungsdatum oder stöbert weiter hinten in den Angeboten. Auch begleitende Kommunikation stößt auf positive Resonanz: 77 Prozent schätzen es, wenn jemand über den Versandstatus informiert à la „Ich bringe es morgen zur Post“ oder „Ist jetzt unterwegs“. Ein kurzes Update danach, ob das Paket angekommen ist, freut fast zwei Drittel (63 Prozent). Und die Bitte um eine gute Bewertung nach erfolgreichem Abschluss? Für 32 Prozent absolut in Ordnung!
Kekse und Komplimente: Welche Extras den Deal versüßen und welche nerven
Ein Täfelchen Schokolade, ein paar Sticker oder eine Postkarte – manche Verkäuferinnen und Verkäufer nutzen kleine Geschenke, um positiv in Erinnerung zu bleiben oder ihre Wertschätzung für einen fairen Preis zu zeigen. Diese Geste gefällt über der Hälfte der Befragten (55 Prozent). Für selbstgemachte Geschenke wie Kekse oder Basteleien fällt die Zustimmung leicht schwächer aus. Rund vier von zehn (44 Prozent) bewerten diese Aufmerksamkeit gleichwohl positiv. Ähnlich viel Zustimmung erfahren persönliche Grußworte, die der Sendung beiliegen (43 Prozent). Doch es gibt auch eine Grenze des Guten: Komplimente für persönliche Dinge wie der Einrichtung oder das Haustier empfinden zwar 37 Prozent als angenehm, aber gleichzeitig auch 32 Prozent als unangenehm.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Nicht für alle Generationen Im Altersvergleich zeigen sich klare Unterschiede: Die Begeisterung für Smalltalk ist bei Gen Z und Millennials größer (31 und 42 Prozent) als bei den Babyboomern (21 Prozent). Auch für persönliche Komplimente ist letztere eher nicht zu haben (39 Prozent Ablehnung vs. 28 Prozent Zustimmung), während sich Millennials (51 Prozent) und Gen Z (43 Prozent) deutlich mehr darüber freuen. Gen X in dieser Thematik zwiegespalten (32 Prozent Ablehnung vs. 34 Prozent Zustimmung).
Green Flags: So wird das Geschäft ein Erfolg!
Wer punkten will, zeigt sich zuverlässig: 47 Prozent der Befragten schätzen es, wenn das Gegenüber Termine einhält. 31 Prozent ist es wichtig, dass innerhalb weniger Stunden geantwortet wird. Positive Bewertungen sind für 34 Prozent ein wichtiges Kriterium. Und wer diese Kleinanzeigen-Knigge befolgt, kann auf solche hoffen!
Über die Studie
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 08.–10.09.2025 insgesamt 2.044 Personen befragt.
Über Kleinanzeigen
Kleinanzeigen ist der führende Online-Kleinanzeigenmarkt und eines der reichweitenstärksten Webangebote in Deutschland. In zahlreichen Kategorien sind durchschnittlich mehr als 55 Millionen Anzeigen verfügbar – von Kinderbedarf über Elektronik bis hin zu Immobilien. Auf Kleinanzeigen wird überwiegend secondhand gehandelt. Damit leisten Nutzerinnen und Nutzer einen aktiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Unternehmen bietet Kleinanzeigen die Möglichkeit, ihre Leistungen einfach online zu präsentieren. Kleinanzeigen wurde im September 2009 als eBay Kleinanzeigen gestartet. Im Mai 2023 erfolgte die Umbenennung in Kleinanzeigen.

