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Gebrauchte Möbel erfolgreich kaufen oder verkaufen: Mit diesen sieben Tipps gelingt's

Zuletzt aktualisiert am: 22.09.2025 von Kleinanzeigen

Berlin, 22. September 2025 – Zugegeben: Ein schneller Neukauf per Katalog ist verlockend. Aber gerade bei Möbeln lohnt sich ein Blick auf den Zweitmarkt. Hier gibt es nicht nur Unikate mit Geschichte, die dem eigenen Zuhause Charakter verleihen, oder langlebige, robuste Alternativen, sondern auch echte Klassiker – und das meist für deutlich weniger Geld.

Allein auf Kleinanzeigen gibt es mehr als zehn Millionen gleichzeitig verfügbare Anzeigen in der Kategorie Haus & Garten. Allerdings hat auch der Gebrauchtkauf Tücken: Massivholz-Kommode, dritter Stock, kein Fahrstuhl. Letzteres können auch wir nicht herbeizaubern, aber dafür Tipps geben, mit denen der Möbelkauf oder -verkauf zum Erfolg wird.

1. Die passenden Worte wählen

Ein guter Anzeigentext ist die halbe Miete. Allerdings liegen beim Verkauf von Möbeln hier bereits einige Stolpersteine. Massivholz, Vintage, Mid-Century & Co. feiern Comeback. Viele Verkäuferinnen und Verkäufer nutzen deshalb diese Schlagworte. Die Begriffe sind jedoch so weit verbreitet, dass sie unscharf verwendet werden. Wer also wirklich Wert auf Originale legt, sollte sich lieber Informationen zu Hersteller, Baujahr und Material einholen. Für Anbieterinnen und Anbieter gilt: Umso genauer, desto besser. Gerade seltene Vintage-Möbelstücke von großen Herstellern (z. B. Vitra, USM, IKEA) werden von Kennern mit genauen Artikelbezeichnungen gesucht. Um herauszufinden, ob man wirklich eine Seltenheit vor sich hat, kann eine KI-gestützte Bilderrückwärtssuche helfen.

2. Augen auf bei den Preisverhandlungen

Der wahre Wert von Möbelstücken ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen: Manche Artikel etwa aus den 90ern oder 2000ern sind heutzutage deutlich teurer, weil ihre Designerinnen oder Designer mittlerweile bekannt sind, es nur noch wenige Exemplare gibt oder sich der ästhetische Zeitgeist gerade wieder daran orientiert. Andere Möbelstücke hingegen gibt es zuhauf. Wer sich unsicher beim Wert ist, dem bietet Kleinanzeigen ein nützliches Feature an: Einfach die Anzeige erstellen, Artikel beschreiben und es gibt eine erste Empfehlung unterhalb des Preisfeldes. Wichtig: Je besser die Beschreibung, desto genauer der Preis. Interessierte sollten wiederum Preise vergleichen. Auch hier sind Second-Hand-Plattformen ein guter Indikator.

3. Besondere Funktion auch besonders beachten

Ausziehbare Tische, Schlafsofas, Schränke mit ausklappbaren Kleiderstangen: Oft verfügen Möbelstücke über zusätzliche Funktionen. Wer ein solches Objekt verkauft, sollte diese Besonderheiten auf Fotos auch zeigen und im Text beschreiben. Denn früher oder später werden Interessenten sehen wollen, wie das System funktioniert und ob sich eine Anfahrt lohnt. Passend dazu sollten Käuferinnen und Käufer im Vorfeld abklären, ob sie die Funktion vor Ort austesten können.

4. Auf- und Abbau beschreiben

Aufgebaut sehen Möbelstücke besonders schön aus und können noch ausprobiert werden. Abgebaut lassen sie sich aber einfacher mitnehmen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte im Anzeigentext klargestellt werden, in welchem Zustand das Möbelstück übergeben wird – aufgebaut oder in Einzelteilen. Muss es die Käuferin oder der Käufer nach dem Kauf noch aufbauen, wird sich über eine Montageanleitung sicher gefreut, falls diese noch vorhanden ist. Alte IKEA-Pläne sind oft im Internet zu finden.

5. Richtig Messen, am besten mit Fotos

Höhe, Breite und Tiefe dürfen bei Möbelstücken nicht fehlen und sollten immer im Anzeigentext vorkommen. Profi-Tipp: Den Zollstock anlegen und zusammen mit dem Möbelstück fotografieren. Eindeutiger geht es nicht. Gute Fotos, die alle Seiten und auch das Innere eines Möbels darstellen, erhöhen die Chance eines Verkaufs. Am besten werden sie bei Tageslicht und frei von Inhalten wie Kleidung oder Deko geschossen. Neben den Verkäuferinnen und Verkäufern sollten sich auch Interessierte mit dem Messen beschäftigen. Dazu gehört das Ausmessen des Stellplatzes, an dem das Möbelstück stehen soll, des Fahrzeugs sowie der Flure, Treppenhäuser oder Türen, durch die es getragen werden muss. Wichtig dabei: Die Breite des Möbelstücks muss kleiner sein als die Höhe der Tür, des Flurs oder Treppenhauses. Die diagonale Tiefe des Möbelstücks muss kleiner sein als die Breite der Öffnung.

6. Transport, Zustand, Bezahlung – kurzum: die Übergabe regeln

Anders als ein Buch oder ein T-Shirt sind Möbelstücke meist komplizierter zu versenden. Denn ein Schrank passt nicht in einen Karton, ein Regal nicht in einen Briefumschlag. Wichtig ist deshalb vor allem die Absprache zwischen beiden Seiten: Soll das Möbelstück aufgebaut bleiben oder für den Transport zerlegt werden? Für einige ist ein fertiger Aufbau praktisch, andere bringen lieber Werkzeug mit, um es direkt vor Ort passend zu machen. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, sollten Verkäuferinnen und Verkäufer auch Mängel oder Schäden bereits im Anzeigentext transparent beschreiben und auf Fotos belegen. Auch die Tatsache, ob das Möbelstück in einem Raucherhaushalt steht, kann entscheidend sein. Denn häufig sind derartige Artikel beschwerlich zu reinigen. Auch über die Zahlungsart sollten sich beide Parteien im Vorfeld einig sein. Da Möbel meist abgeholt werden, wird in der Regel bar bezahlt. Zahlungsdienstleister, die eine Absicherung versprechen, funktionieren bei persönlicher Abholung nicht, denn in der Regel wird dafür ein Versandnachweis benötigt.

7. Die Privatsphäre schützen

Die Übergabe ist eine sensible Angelegenheit. Zum Beispiel dann, wenn sich das Möbelstück in einem Raum befindet, der eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Verkäuferinnen und Verkäufer sollten deshalb genau überlegen, was sie Dritten zeigen wollen und was nicht, und die Wohnung dementsprechend präparieren. Wenn es geht, kann das Möbelstück schon einmal in den Flur gestellt werden. Private Gegenstände, Fotos oder Ähnliches räumt man vorsichtshalber weg. Außerdem empfiehlt es sich, nicht ganz alleine zu sein oder den Nachbarn Bescheid zu geben, dass Fremde im Haus sind. Sicher ist sicher. Für Käuferinnen und Käufer gilt das gleiche. Es empfiehlt sich stets, nicht alleine anzureisen. Das ist nicht nur sicherer, sondern erleichtert auch das Tragen.

Über Kleinanzeigen

Kleinanzeigen ist der führende Online-Kleinanzeigenmarkt und eines der reichweitenstärksten Webangebote in Deutschland. In zahlreichen Kategorien sind durchschnittlich mehr als 55 Millionen Anzeigen verfügbar – von Kinderbedarf über Elektronik bis hin zu Immobilien. Auf Kleinanzeigen wird überwiegend secondhand gehandelt. Damit leisten Nutzerinnen und Nutzer einen aktiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Unternehmen bietet Kleinanzeigen die Möglichkeit, ihre Leistungen einfach online zu präsentieren. Kleinanzeigen wurde im September 2009 als eBay Kleinanzeigen gestartet. Im Mai 2023 erfolgte die Umbenennung in Kleinanzeigen.

Ansprechpartnerin für Medien

Fiona Kleinert – Consumer & Sustainability Communications Manager

medien@kleinanzeigen.de
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