Das beste Erkennungszeichen für echtes Muranoglas sind verschiedene Unregelmäßigkeiten, die aufgrund der Handarbeit entstehen. Auch wenn zwei Gegenstände auf den ersten Blick gleich aussehen, sind es doch kleine Unterschiede, die die Handarbeit von einer maschinellen Massenproduktion abhebt.
Kleine Luftblasen zählen zu diesen winzigen Fehlern, die in Muranoglas sehr häufig vorkommen. Normalerweise sind diese Einschlüsse unerwünscht – deshalb setzen andere Glashersteller ihren Materialien Blei zu, was für Muranoglas verboten ist. Auch die Narbe ist eine der typischen Kennzeichen von handgeblasenem Muranoglas. Sie entsteht an der Unterseite von Gläsern oder Vasen, wenn das Blasrohr abgebrochen wird.
In der Regel signieren die Meister von Murano auch ihre Arbeiten. Achte auf die Signatur direkt am Objekt und vergleiche sie mit jenen, die du online finden kannst. Außerdem haben echte Muranoglaswerke ein Herkunftszertifikat, und oftmals einen oder mehrere Sticker direkt am Objekt. Leider sind diese Sticker nicht vereinheitlicht und leicht zu fälschen – sieh dich sicherheitshalber online um. Echtes Muranoglas besticht durch eine sehr hohe Qualität und intensive Farben, die schwer nachzumachen sind.
Achte auch auf den genauen Namen, der unter dem Stück angepriesen wird. Nur Glaswaren, die auf der Insel Murano in Venedig hergestellt werden, dürfen als Muranoglas bezeichnet werden. Glas, das als „venezianisches Glas“, „im Stil von Murano“, „italienisches Glas“ oder ähnliches bezeichnet wird, wurde nicht auf Murano hergestellt. Oftmals kommt es nicht einmal aus Italien, sondern aus Tschechien oder aus China.