Das sind die drei besten gebrauchten Kamera-Marken

28.12.2023 | von Florian Roser

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das kleine Kamera-Einmaleins
  2. 2Die Qual der Wahl beim Objektiv
    1. 2.1Welches Objektiv eignet sich am besten für Einsteiger?
  3. 3Die richtige Kamera finden
  4. 4Kameras von Canon
  5. 5Kameras von Sony
  6. 6Kameras von Nikon
  7. 7Fazit

Dieser Artikel wurde im Dezember 2023 gründlich aktualisiert und verbessert. Im Zuge dessen wurden auch alle Daten und Statistiken auf den neuesten Stand gebracht.

Fotografie wurde in den letzten Jahren immer einfacher, erschwinglicher und massentauglicher. Ich als hauptberuflicher Fotograf weiß, wovon ich da spreche – und das meine ich durchweg positiv! Dabei befinden sich sogar moderne Smartphones locker auf dem Niveau von Digitalkameras, die vor Jahren hergestellt wurden.

Doch machen wir uns nichts vor: Bezüglich Tiefe, Qualität und auch Bildbearbeitung spielen richtige Kameras mit ordentlichen Objektiven in einer anderen Liga. Ein Handyfoto ist in Ordnung, wenn man spontan im Alltag etwas festhalten möchte. Aber für Reisen oder besondere Events würde ich euch immer den Griff zur Kamera empfehlen.

Was es bei Gebrauchtkameras zu beachten gibt und welche Marken besonders empfehlenswert sind, zeige ich euch in diesem Artikel.

Das kleine Kamera-Einmaleins

Grundsätzlich besteht das Set-up, mit dem wir Fotos schießen, aus einer Kamera (Body) und einem Objektiv. Dabei wird zwischen Modellen mit Wechselobjektiven und Modellen mit festen Objektiven unterschieden.

Bei den Objektiven gibt es Zoom-Objektive, die verschiedene Bildausschnitte ohne einen Objektivwechsel ermöglichen, und Festbrennweiten. Diese haben keine Zoom-Möglichkeit, dafür überzeugen sie aber mit Lichtstärke und Abbildungsqualität.

Und damit kommen wir auch schon zum wichtigsten Kriterium für den Kauf einer Kamera bzw. eines Objektives: Macht euch Gedanken darüber, wovon ihr tatsächlich regelmäßig Fotos machen möchtet. Wofür und wie oft braucht ihr die Kamera?

Daraus könnt ihr zunächst Erkenntnisse in Hinblick auf Größe und Gewicht ziehen. Die größte Profi-Kamera ist fehl am Platze, wenn ihr einfach nur etwas für spontane Fotos dabeihaben möchtet. Dafür eignet sich dann eine kleine Kompaktkamera deutlich besser. Diese kommt aber bei einer Safari in Namibia deutlich an ihre Grenzen.

Du möchtest dein altes Modell verkaufen? Hier verraten wir dir, wie du den Wert deiner Kamera ermittelst.

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Die Qual der Wahl beim Objektiv

Damit kommen wir zur Objektiv-Auswahl: Die meisten Zoom-Objektive (beispielweise die klassischen 18-55 Kit-Objektive) bieten für den Alltag eine relativ gute Bandbreite an Möglichkeiten. Sie sind aber in Hinblick auf das optische Ergebnis weniger spannend. Prinzipiell gibt es meiner Meinung nach grob drei Kategorien – ob bei Zoom-Objektiven oder Festbrennweiten:

Weitwinkel-Objektive (bis ca. 35 mm): Weitwinkel-Objektive sind vielseitigsten und decken das größte Sichtfeld ab. Damit eignen sie sich gut für Architektur, Städte und Landschaften. Ab 24 mm funktionieren sie aber auch problemlos, wenn ihr Menschen porträtieren wollt.

Porträt-Objektive (35–135 mm): Die Diskussion um die beste Porträt-Brennweite ist so alt wie das Fotografieren selbst. Sie dürfte aber bei etwa 85 mm liegen. Ist das Objektiv zu weitwinklig, riskiert man Verzerrungen und breite Gesichter. Ist es zu telig, braucht man einfach unverhältnismäßig viel Abstand zum Objekt. Umso größer die Brennweite, umso weniger bekommt man aufs Bild, auch im Hintergrund des Objektes.

Tele-Objektive (ab ca. 135 mm): Tele-Objektive finden vor allem in der Sport- und der Tierfotografie Anwendung. Sie sind aufgrund ihrer Größe, des hohen Gewichts und des sehr begrenzten Bildausschnittes aber eher für Profi- als für Hobbyfotografen interessant.

Entdecke auch unseren Ratgeber zum zum Kauf einer gebrauchten Spiegelreflexkamera.

Welches Objektiv eignet sich am besten für Einsteiger?

Meiner Meinung nach gibt es hier zwei sinnvolle Ansätze: Entweder beginnt man mit einem Standard-Zoom (18–55 mm, 16–35 mm, oder 24–70 mm) und findet so heraus, was man eigentlich am meisten braucht. Hierfür kann man in vielen Bildbearbeitungsprogrammen die Fotos nach Brennweiten ordnen und bekommt dann schnell einen Überblick. Viele Kamera-Bodys sind im Kit mit Zoom-Objektiven erhältlich.

Die zweite Option ist eine klassische Festbrennweite wie beispielsweise 35 mm. Mit ihr lernt man von Anfang an viel über Fotografie und Bildkomposition, da man sich als Fotograf mehr bewegen muss. Dafür wird man meist mit spannenderen Bildern belohnt. Hierfür eignet sich meine persönliche Lieblings-Systemkamera, die Fuji X100F mit fest verbautem 28 mm Objektiv.

Die richtige Kamera finden

Die Wahl der Kamera immer subjektiv. Bei mir war es eine Canon, weil ich vor Jahren im Fotoladen verschiedene Modelle in die Hand genommen und mich mit der Canon direkt am wohlsten gefühlt habe. Es gibt aber von vielen Herstellern tolle Kameras. Für die meisten Nutzer dürften die feinen technischen Unterschiede kaum eine Rolle spielen.

Wichtig ist beim Kauf einer gebrauchten Kamera natürlich der Zustand, sowohl am Gehäuse von außen als auch von innen. Mit entsprechender Software lässt sich der Shutter-Count der Kamera auslesen: Umso mehr Fotos gemacht wurden, umso stärker die Abnutzung.

Macht zudem unbedingt ein paar Testfotos, um euch von der Funktionalität zu überzeugen und um zu checken, ob es eventuelle Flecken/Verschmutzungen auf dem Sensor gibt. Dazu braucht ihr gar kein spannendes Bildmotiv, sondern einfach eine saubere Fläche (oder den Himmel).

Kameras von Canon

Canon ist nach wie vor der Platzhirsch auf dem Kameramarkt. Das spiegelt sich auch in der Menge der Angebote wider. Von der kleinen Taschenknipse bis zu verlässlichen Arbeitstieren, mit denen bei der Olympiade Fotos geschossen werden, hat Canon etwas im Angebot.

Das wissen auch Fotografen und Filmemacher zu schätzen. So auch YouTube-Star Peter McKinnon, der auf Canon schwört. Dabei überzeugt Canon neben der Bandbreite an Kameras auch mit einer enormen Auswahl an Objektiven. Meine Empfehlung: Die Canon EOS 6D als Vollformat-Spiegelreflexkamera zum wirklich guten Deal, mit der ihr Profi-Fotos unter (fast) allen Bedingungen macht.

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Kameras von Sony

Sony kam, sah und siegte. Bis vor einigen Jahren spielte man im Kamera-Sektor maximal eine Nebenrolle, doch mit einer frühen Produktoffensive an spiegellosen Kameras eroberte Sony den Markt in Rekordgeschwindigkeit. Bekanntheit erlangte der Hersteller aus Japan durch unzählige Instagram-Fotografen wie Oskar Bakke.

Die Vorteile liegen in einer hervorragenden Dynamic Range, der kompakten Bauweise sowie der Kombination aus herausragenden Foto- und Video-Funktionen. Das gilt von der kleinen Point & Shoot Kamera RX100 bis zum Pixelmonster Alpha 7R.

Seit es auch die großartigen Objektive der Art-Serie von Sigma mit Sonys E-Mount gibt, ist auch die Auswahl an Objektiven ohne komplizierte Adapter deutlich größer geworden. Einziges Manko vieler Sonys: die relativ kurze Akkulaufzeit.

Übrigens: Hier erfährst du, was du vor dem Kauf ein Analogkamera beachten musst.

Kameras von Nikon

Bevor Sony den Markt aufmischte, trafen die meisten Kamera-Käufer ihre Entscheidung zwischen Nikon und Canon. Dabei waren es vor allem viele Fashion-Fotografen, die sich mit den Farben und den technischen Details einer Nikon-Kamera am wohlsten fühlten, beispielsweise Modefotografie-Legende Bill Cunningham.

Mit der Z-Serie macht Nikon den Schritt in die spiegellose Zukunft und auch unterhalb der Profi-Kameras ist durchaus für jeden Nutzer etwas dabei.

Fazit

Die Fotografie begeistert mehr Menschen denn je und das aus gutem Grund: Schöne visuelle Erinnerungen sind einfach etwas Besonderes, ob nun für den Instagram-Kanal oder das Familienalbum. Dabei ist das Angebot an Kameras und Bearbeitungssoftware immens und bietet für jeden das richtige Produkt.