Die große Unsicherheit am Immobilienmarkt scheint langsam nachzulassen. Dennoch blickt die Branche weiterhin mit Vorsicht auf die kommenden Monate. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen: Rund 47 Prozent der befragten Immobilienmaklerinnen und Immobilienmakler erwarten in den nächsten zwölf Monaten eine stagnierende Geschäftsentwicklung. Während 37 Prozent optimistisch bleiben, rechnen 16 Prozent sogar mit einem Negativtrend. Gleichzeitig empfindet die Hälfte der Befragten die aktuelle Marktlage schlechter als noch vor einem Jahr; lediglich zehn Prozent geben an, dass sich die Lage verbessert hat.
Hinsichtlich der Wohnungspreise und -mieten sind die Meinungen ebenfalls gespalten: Während 45 Prozent einen Anstieg prognostizieren, gehen 40 Prozent von einer Stagnation im Preisniveau aus. Im Vergleich dazu erwarten 14 Prozent der Befragten sinkende Preise in den kommenden zwölf Monaten.
Die Zahlen machen deutlich: Der Markt befindet sich in einer neuen Phase. Die Zeiten schneller Abschlüsse und nahezu automatischer Preissteigerungen sind vielerorts vorbei. Obendrein dauern Kaufentscheidungen länger und Eigentümer hinterfragen Preisentwicklungen kritischer. Und anders als noch vor wenigen Jahren, informieren sich Käuferinnen und Käufer deutlich intensiver, um einer möglichen Fehlinvestition vorzubeugen.
