In Zeiten der anhaltenden Urbanisierung belasten stetig steigende Mieten und verknappter Wohnraum die Menschen in den deutschen Großstädten. Doch die weit verbreitete Annahme, dass Immobilien außerhalb der Großstädte automatisch günstiger sind, greift zu kurz. Eine Analyse von Kleinanzeigen zeigt: Die größten Unterschiede zwischen Stadt und Land zeigen sich bei Mietwohnungen in Bayern, während sich in Hessen das Preisgefälle vor allem bei Eigentumshäusern bemerkbar macht. Aufgrund dieser Preisgefälle wird es für Immobilienprofis wichtiger denn je, regionale Märkte noch besser zu verstehen und diese aktiv in die Vermarktung einzubeziehen sowie einzuordnen.
Bereits bei den Angebotsmieten zeigt sich, wie stark die regionalen Unterschiede ausfallen können. In ländlicheren Gegenden Deutschlands liegt der durchschnittliche Medianpreis bundesweit bei 9,08 Euro pro Quadratmeter. In den Großstädten beläuft sich dieser hingegen bereits auf 12,36 Euro. Vor allem das Bundesland Bayern zeigt sich in den Großstädten als hochpreisig: Hier werden durchschnittlich Medianpreise von 17,56 Euro pro Quadratmeter von Mietenden verlangt, wobei der Preiskorridor von 15, 69 Euro pro Quadratmeter in Regensburg bis hin zu 22,40 Euro in München reicht. Vergleichsweise günstig wohnen Menschen dagegen in den Großstädten Sachsen-Anhalts: Hier liegen die durchschnittlichen Medianpreise für Mietwohnungen bei 7,35 Euro pro Quadratmeter.


